
Das Gemälde zeigt den heiligen Franziskus von Assisi, wie er mit ausgebreiteten Armen aus seiner Höhle tritt und einem unsichtbaren himmlischen Licht entgegenblickt. Die umgebende Landschaft, von unerhörter botanischer und geologischer Präzision, wimmelt von Symbolen: ein Esel (Demut), ein Hirte (der Gute Hirte) und eine ferne Burg (das himmlische Jerusalem). Franziskus ist barfuß, in direktem Kontakt mit der Erde.
Der heilige Franziskus in der Wüste
Giovanni Bellini
Ein absolutes Meisterwerk der venezianischen Renaissance: Giovanni Bellinis Der heilige Franziskus in der Wüste definiert die Beziehung zwischen Mensch, Göttlichem und Natur neu. Bellini wählt einen leuchtenden Naturalismus, in dem sich das Wunder nicht durch Feuerstrahlen, sondern durch das Licht der Landschaft selbst ausdrückt.
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