Lady Macbeth schlafwandelnd
Johann Heinrich Füssli
"Die Intensität von Lady Macbeths leerem Blick und ihre gefalteten Hände, die versuchen, einen unsichtbaren Blutfleck wegzuwischen, verkörpern den Höhepunkt des Shakespeareschen Dramas. Das grelle, fast spektrale Licht isoliert die Protagonistin von der totalen Dunkelheit, um ihre geistige Entfremdung zu betonen."
Ein erschreckender Einblick in die gequälte Psyche einer regiziden Königin, gefangen zwischen Wahnsinn und Schuld. Füssli verwandelt eine Theaterszene in einen erhabenen Albtraum und markiert damit die Geburtsstunde der schwarzen Romantik.
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FreischaltenWelche ästhetische und kontextuelle Besonderheit definiert den Bruch, den Füssli hier mit der neoklassizistischen Tradition in seiner Darstellung des Shakespeare-Dramas vollzieht?

